{"id":1108,"date":"2018-05-25T20:19:53","date_gmt":"2018-05-25T19:19:53","guid":{"rendered":"http:\/\/jewsineastprussia.de\/history-book-about-jews-in-east-prussia\/"},"modified":"2025-07-09T20:08:23","modified_gmt":"2025-07-09T18:08:23","slug":"history-book-about-jews-in-east-prussia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jewsineastprussia.de\/de\/history-book-about-jews-in-east-prussia\/","title":{"rendered":"Buch zur Geschichte der Juden in Ostpreussen"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1108\" class=\"elementor elementor-1108\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2734b011 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"2734b011\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-41a8aee elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"41a8aee\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>\u00a0<\/p><p>&#8222;Sabbatleuchter und Kriegerverein, Juden in der ostpreu\u00dfisch-litauischen Grenzregion 1812-1942&#8220; Einzelver\u00f6ffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau, Bd. 24, 2010, Autorin Ruth Leiserowitz, fibre. Osnabr\u00fcck 2010. 459 S., Ill., Kt. ISBN 978-3-938400-59-3. (\u20ac 39,80.)<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-93d0b4e e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"93d0b4e\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-34639b7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"34639b7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Neu! Juli 2025 &#8211; Jetzt kann man das Buch von Ruth Leiserowitz kostenfrei herunterladen.\u00a0<\/strong><\/p><p><strong><a href=\"https:\/\/elibrary.duncker-humblot.com\/book\/63820\/sabbatleuchter-und-kriegerverein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ist der Link &gt;&gt;<\/a>\u00a0<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-47c88a57 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"47c88a57\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>\u00a0<\/p><p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-538\" src=\"https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Cover-cut-1000-e1527275082591-209x300.jpg\" alt=\"Sabbat Candlesticks\" width=\"333\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Cover-cut-1000-e1527275082591-209x300.jpg 209w, https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Cover-cut-1000-e1527275082591-768x1102.jpg 768w, https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Cover-cut-1000-e1527275082591-714x1024.jpg 714w, https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Cover-cut-1000-e1527275082591.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/p><p>Dieses Buch enth\u00e4lt die Ergebnisse von \u00fcber 10 Jahren Forschungsarbeit der Geschichtsprofessorin Ruth Leiserowitz.<br \/>\u00dcbersetzungen ins Englische und Litauische sind in Planung.<\/p><p><strong>Buchbesprechung in English von\u00a0<span class=\"authors\">Steven Schouten<\/span>\u00a0<span class=\"date\">(2012)<\/span><\/strong>\u00a0<span class=\"art_title\">Sabbatleuchter und Kriegerverein: Juden in der ostpreu\u03b2isch-litauischen Grenzregion, 1812\u20131942, by Ruth Leiserowitz,<\/span>\u00a0<span class=\"serial_title\">East European Jewish Affairs,<\/span>\u00a0<span class=\"volume_issue\">42:1,<\/span>\u00a0<span class=\"page_range\">81-83,<\/span>\u00a0<span class=\"doi_link\">DOI:\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/13501674.2012.670373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link zu Buchbesprechung ENG &gt;&gt;<\/a><\/span><\/p><p><strong>Buchbesprechung von Prof. Dr. Hans-J\u00fcrgen B\u00f6melburg<\/strong>, Uni-Giessen ,\u00a0Zeitschrift f\u00fcr Ostmitteleuropa-Forschung 61 <strong>(2012)<\/strong> H. 2\u00a0S. 288<\/p><p>Die lokalen und regionalen Au\u00dfenbeziehungen des im sp\u00e4ten 19. und in der ersten<br \/>H\u00e4lfte des 20. Jh. zu einem \u201edeutschen Vorposten\u201c und einer \u201edeutschen Insel\u201c stilisierten Ostpreu\u00dfen zu den litauischen, russl\u00e4ndischen und belarussischen Nachbargesellschaften jenseits der Grenze sind wenig erforscht. Diese offensichtliche Forschungsl\u00fccke wird f\u00fcr die mit einem Fokus auf den j\u00fcdischen Gemeinschaften auf beiden Seiten der Grenze zwischen Nimmersatt\/Memel im Norden und Wystiten im S\u00fcden \u2013 eine Grenzregion von ca. Besprechungen und Anzeigen 150 km L\u00e4nge \u2013 in der vorzustellenden, als Habilitation an der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin angenommenen Arbeit von Ruth L e i s e r owi t z behandelt. Dabei erweist sich die Konzentration auf die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung als ausgesprochen sinnvoll, denn es handelte sich hierbei um die \u2013 auch im Gefolge von Pogromen und wirtschaftlichem Antisemitismus \u2013 mit Abstand migrationsaktivste Bev\u00f6lkerungsgruppe in der Region.<br \/>L. untersucht die Beziehungen \u00fcber die Grenze hinweg zwischen zwei deutlich hervortretenden Z\u00e4suren: Am Anfang steht der napoleonische Einmarsch im Russl\u00e4ndischen\u00a0Reich (1812), der auch nach der Neuordnung der Grenzen in neue Grenzregimes m\u00fcndete,\u00a0in denen vor allem die Grenz\u00fcberquerung und der Grenzhandel zu einem eintr\u00e4glichen Gesch\u00e4ft wurden, von dem neben Gelegenheitsschmugglern auch ortsans\u00e4ssige Kaufleute und\u00a0Handwerker auf beiden Seiten der Grenze profitierten. Am Ende der Studie steht die Ermordung der ortsans\u00e4ssigen Juden durch die deutsche Grenzpolizei 1941\/42.<br \/>F\u00fcr die untersuchten 130 Jahre tun sich in der Untersuchung spannend beschriebene\u00a0Lebenswelten auf, die von der Vf. gest\u00fctzt auf die Best\u00e4nde des Geheimen Staatsarchivs\u00a0Berlin, des Staatsarchivs Allenstein (Olsztyn) und des Staatsarchivs Vilnius (dort auch jeweils Best\u00e4nde aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Gumbinnen), dem YIVO Institute\u00a0for Jewish Research in New York sowie dem US Holocaust Memorial Museum in Washington\u00a0untersucht werden. Durch eine kluge Kombination von beh\u00f6rdlichem Schriftgut\u00a0und Berichten der \u00f6rtlichen Verwaltungen und Polizeibeh\u00f6rden sowie privaten Briefquellen\u00a0und Erinnerungen werden auch Familien- und Einzelschicksale fassbar \u2013 eine Leistung,\u00a0die angesichts des l\u00fcckenhaften Zustands der Archive und der zerstreuten \u00dcberlieferung<br \/>besonders zu unterstreichen ist. Dabei konzentriert sich die Studie insbesondere auf\u00a0das Zusammenleben von j\u00fcdischen und christlichen Bev\u00f6lkerungen in einem multikonfessionellen Grenzmilieu und kann zeigen, wie unter den Bedingungen einer d\u00fcnn bev\u00f6lkerten und peripher gelegenen Grenzregion Juden und Christen wechselseitig voneinander profitierten. Einzelne Fallstudien \u2013 etwa zu der j\u00fcdischen Kleinstadt Wystiten \u00f6stlich der preu\u00dfisch-deutschen Grenze, zur j\u00fcdischen Kolonie Kakschen s\u00fcdlich von Tilsit oder zu den Lebenswelten von Eydtkuhnen, Kybartai und Wirballen \u2013 zeigen konkreten Lebenswelten vor Ort.<\/p><figure id=\"attachment_749\" aria-describedby=\"caption-attachment-749\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-749\" src=\"https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Eydtkuhnen-208x300.jpg\" alt=\"Eydtkuhnen\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Eydtkuhnen-208x300.jpg 208w, https:\/\/jewsineastprussia.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Eydtkuhnen.jpg 344w\" sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-749\" class=\"wp-caption-text\">Railway Station Eydtkuhnen<\/figcaption><\/figure><p>In dem Untersuchungszeitraum von 130 Jahren lassen sich zwei deutliche Wendepunkte\u00a0beschreiben: Zun\u00e4chst sind die 1860er bis 1880er Jahre zu nennen, in denen der Eisenbahnbau (u.a. mit der zentralen Transitstrecke K\u00f6nigsberg\u00a0\u2013 Sankt Petersburg mit den\u00a0Grenzbahnh\u00f6fen Eydtkuhnen und Kybartai-Wirballen), die Pogrome im Russl\u00e4ndischen\u00a0Reich (1881), die dadurch ausgel\u00f6ste Auswanderungswelle von russl\u00e4ndischen Juden und\u00a0die preu\u00dfischen Ausweisungen von russl\u00e4ndischen Juden neue Bedingungen einer nun\u00a0deutlich verdichteten, aber auch konflikttr\u00e4chtigeren Interaktion formulierten. Fand bis in die 1880er Jahre eine stille, aber kontinuierliche Einwanderung russl\u00e4ndischer, \u201elitvakischer\u201c Juden nach Ostpreu\u00dfen statt und entstanden grenz\u00fcberschreitende Beziehungsnetze, so wurde nun die Grenzregion zu einem Transitraum, in dem j\u00fcdische Auswanderer auf P\u00e4sse warteten und Agenten die Durchreise aus dem Zarenreich in die Neue Welt organisierten.<br \/>Einen zweiten Wendepunkt bildeten in der Region der Erste Weltkrieg und die folgende\u00a0Grenzneuordnung, die sich vor Ort bis 1923 hinzog und mit der Begr\u00fcndung des litauischen\u00a0Staates sowie dem Konflikt um die Zugeh\u00f6rigkeit des Memelgebietes eine g\u00e4nzlich\u00a0neue Lage schuf. Ohne Zweifel z\u00e4hlte die Region beiderseits der Grenze durch die Kriegsverw\u00fcstungen und Deportationen der Bev\u00f6lkerungen zu den am st\u00e4rksten vom Krieg betroffenen Regionen Europas. Auch die j\u00fcdischen Lebenswelten mussten sich neu ausrichten, wobei in dem unter litauischer Verwaltung stehenden Memelland durchaus neue Karrierechancen bestanden. L. fokussiert hier \u2013 durchaus sinnvoll angesichts der breiten deutschen Literatur \u00fcber das Memelland \u2013 vor allem auf die Entwicklung der j\u00fcdischen Gemeinde in Memel, die einen deutlichen Aufschwung erlebte. F\u00fcr die ersten Kriegsjahre\u00a0(1939-1942) liegt der Schwerpunkt nicht auf den gut beforschten deutschen Mordaktionen\u00a01941, sondern auf einer Fallstudie zu Heydekrug, wo die \u00f6rtlichen NS-Eliten j\u00fcdische Arbeitskr\u00e4fte aus der Grenzregion in einer \u201eJudenbeschaffungsaktion\u201c zur Zwangsarbeit heranzogen, worunter sich auch ehemalige Heydekruger Mitb\u00fcrger befanden.<br \/>Insgesamt leistet die Darstellung einen wertvollen Beitrag zur Beforschung historischer\u00a0Grenzregionen und verbindet bisher getrennte litauische, russische und deutsche Forschungspositionen \u00fcber die j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerungen auf beiden Seiten der Grenze.<br \/>Abschlie\u00dfend sei ein Desiderat beschrieben: Es w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert, wenn f\u00fcr die s\u00fcdliche Grenzregion Ostpreu\u00dfens, etwa den Abschnitt zwischen Soldau\/Mielau und Grajewo,\u00a0eine \u00e4hnliche Studie entst\u00e4nde, wobei ein Schwerpunkt auf den j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerungen<br \/>m\u00f6glich, aber nicht zwingend w\u00e4re.<\/p><p>Gie\u00dfen<br \/>Hans-J\u00fcrgen B\u00f6melburg<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 &#8222;Sabbatleuchter und Kriegerverein, Juden in der ostpreu\u00dfisch-litauischen Grenzregion 1812-1942&#8220; Einzelver\u00f6ffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau, Bd. 24, 2010, Autorin Ruth Leiserowitz, fibre. 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