Ein weiterer Meilenstein in der Dokumentation jüdischen Lebens von Königsberg

Königsberg Chewra Kadischa

September 2020: Wir freuen uns mitteilen zu können das dank der Zusammenarbeit von Ralph Salinger in Israel (JewishVilkaviskis.org) und Michael Leiserowitz vom Verein Juden in Ostpreußen eine weitere Quelle für die Datenbank „Juden in Königsberg“ erschlossen wurde. Diese wird einmal die Grundlage für eine Auskunftstelle zu Juden in Königsberg werden.

Als die Chewra Kadischa (die Heilige Bruderschaft) in Königsberg 1904 das 200 jährige Bestehen feierte, entschloss man sich eine Festschrift anzufertigen, um sich bewusst mit der eigenen Geschichte ab 1704 zu beschäftigen. Zitat: „Betstube und Gottesdienst waren ohne feste Gemeindeorganisation denkbar; die Erwerbung des Begräbnisplatzes, die Bergung der ersten Leiche in heimischer Erde, die erstmalige Erfüllung aller Liebesdienste an einen Glaubensbruder im Heimatorte musste die erste Sicherung der Stetigkeit der jüdischen Niederlassung sein und musste zum Zusammenschluss zu religiöser Betätigung führen. (…..) Hier in Königsberg wie in mancher andern jüdischen Gemeinde Deutschlands ist die Sorge für die Toten der Beginn des religiösen Gemeindelebens gewesen, und älter als die Gemeinde selbst ist die Chewra Kadischa.“ Rabbiner Hermann Vogelstein.

In dieser Festschrift befindet sich auch ein speziell angelegtes Verzeichnis von 779 männlichen Beerdigten. Dazu gibt es Findlisten mit Familiennamen, denn das Verzeichnis geht nicht nach Familiennahmen, sondern ist nach den hebräischen Vornamen geordnet. Zu Beginn gab es lange Zeit noch keine Familiennamen, sondern es wurden nur der Vorname und der Vorname des Vaters aufgeführt.

Die Datenbank Juden in Königsberg wird aus vielen Quellen gespeist und ist noch nicht veröffentlicht. Gerne beantworten wir Anfragen nach Personen:

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