1954 wurde auf dem Friedhofsgelände eine Störsendeanlage für Funksignale errichtet. Bei der Installation der Antennen wurden die meisten Matzevot (Grabsteine) zerstört. Diese Anlage war bis 1988 in Betrieb. Die Störungen wurden nach der Unterzeichnung des START-Abkommens zwischen der UdSSR und den USA eingestellt. 1991, nachdem die Jüdische Gemeinde das Gelände übernommen hatte, wurden die Funkantennen demontiert und die gefundenen menschlichen Überreste umgebettet.

Während der Kirchturm der Maria Königin des Friedens-Kirche 1957-60 errichtet wurde, gelang diese Fotoaufnahme der Störsender auf dem Jüdischen Friedhof in Klaipėda (Archiv von Bernardas Talaišis).

Heute befinden sich neben dem Gemeindehaus auf dem Friedhofsgelände vier Betonsäulen, die als Fundamente der Antennen dienten und in denen man Bruchstücke der als Füllstoff verwendeten Grabsteine erkennen kann.

Blick auf das heutige Gelände des Jüdischen Friedhofs, auf dem sich der Sitz der Jüdischen Gemeinde Klaipeda befindet.
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