Der aus Slutsk stammende Holzhändler Isserlin (1835-1911) hatte sich in den 1860ern in Prostken niedergelassen. Sein ältester Sohn Jonas Isserlin war Kaufmann in Königsberg, der jüngste Sohn Marcus Max (geb. 1874) studierte an der Albertina Medizin und wurde ein bekannter Balneologe. Ein Nachruf in der Zeitung „Israelit“ vom 19.10.1911 würdigte Isser Josua Isserlins Frömmigkeit und Abkunft aus einer „hoch angesehenen jüdischen Familie“: „Fast sprichwörtlich war an der russischen Grenze – er hatte seinen Wohnsitz in Prostken in Ostpreußen – seine, man kann fast sagen, übertriebene Ehrlichkeit im Geschäftsleben. ….

… Doch am bekanntesten ist R. Isser Isserlin […] wohl durch seine Tätigkeit als Mohel geworden, denn ca. 7000 Kindern hat er das Siegel des Judentums aufgedrückt. Sobald in den Straßen Königsbergs die imponierende Gestalt R. Isser […] mit dem wallenden schneeweißen Bart auftauchte, wusste man schon, dass heute eine Beschneidung ist.“

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