Liebe Nachfahren der Königsberger Juden,

in den letzten achtzig Jahren gab es nahezu keine Möglichkeiten in Königsberg, an seine jüdischen Vorfahren zu erinnern und ihrer zu gedenken. Jetzt bauen heutige jüdische Kaliningrader aus eigener Initiative die Synagoge wieder auf. Dieses Gebäude wird Platz und Entfaltung für alle Juden der Stadt bieten, unabhängig von ihren Strömungen. Und genauso wird diese Synagoge auch ein Ort des Gedenkens an alle Juden sein, die in früherer Zeit in Königsberg gelebt haben. Sie haben jetzt eine Chance, mit Ihrem finanziellen Engagement für das jüdische Leben in Kaliningrad beizutragen und gleichzeitig an Ihre Vorfahren zu erinnern und deren Namen wieder in der Stadt sichtbar werden zu lassen.

Liebe Königsberger und deren Nachfahren,

seid 1933 wurde das Leben für Juden in Königsberg zur absoluten Qual, sie wurden ausgesondert, schikaniert und beraubt. Als 1938 das jüdische Gotteshaus und eines der modernsten Bauten Königsbergs, die Gebetshalle des Stararchitekten Erich Mendelsohn auf dem Neuen Jüdischen Friedhof zerstört wurde, konnte nichts mehr so bleiben wie es war. Es folgten 1942 die lokal organisierten Deportationen der letzten Juden zu ihrer Ermordung bei Minsk. Nach dem Ende des menschenverachtenden Regimes, dem am Schluß auch das Schicksal der eigenen Zivilisten egal war, erfolgte schließlich der Verlust Ostpreussens für alle Bewohner. In der Sowjet-russischen Zeit kamen Juden nach Königsberg. Da der Krieg oft deren Heimat zerstört hatte, blieben sie und es kamen aus der ganzen Sowjetunion Mitglieder hinzu. In der Zeit des Kommunismus konnte es kein religiöses Gemeindeleben geben – später wanderten viele aus, aber es blieben auch viele in Kaliningrad. Jetzt beginnt ein neues Kapitel des Jüdischen Gemeindelebens, bewusst an der Geschichte der Königsberger Juden anknüpfend, die man hier einst verstoßen hatte.

Gegenüber dem Königsberger Dom steht seit kurzem weithin sichtbar wieder ein Gotteshaus, das eine Zierde für die Stadt ist. Setzten Sie ein Zeichen, in dem man an Sie in der Synagoge als Spender gedenkt. Schließen Sie sich den Kaliningradern an, die mit großen und kleinen Spenden den Wiederaufbau des Königsberger Wahrzeichen vorantreiben.

Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung und wir stellen auch einen Kontakt her, falls Sie ein Zeichen der Erinnerung und des Friedens zwischen Religionen und Völkern vor Ort setzen möchten.

oder überweisen Sie direkt mit Stichwort „Königsberger Synagoge“ an Juden in Ostpreussen e.V.,
Berliner Volksbank, BIC: BEVODEBB
IBAN: DE32 1009 0000 7271 6710 02

Es ist kein Wunder ….
sondern es benötigt einen starken Willen und Menschen mit Visionen,
die sich nach einem Ort für ihre Gemeinde sehen, einen Raum für Gebet, zum Lernen, Lehren, für Begegnung und für gemeinsames Feiern. Die Synagoge ist ein Symbol für die Stadt und das Land, dass man bereit ist, für die Gemeinschaft einen Beitrag zu leisten und dass man stolz und dankbar dafür ist, jüdisch zu sein.

Dieses Signal ging von Menschen in Königsberg aus, als sie vor 120 Jahren die große Neue Synagoge bauten. Dieser Ausdruck der Hoffnung für eine edle und freie Gemeinschaft der Bürger wurde 1938 während der Novemberpogrome brutal zerstört. Genau 80 Jahre später sind es wieder die Menschen vor Ort, die diese Botschaft von vor 120 Jahren zusammenbringt: „Wir sind hier!“

Jetzt ist es an der Zeit, diese lokalen Bemühungen zu unterstützen.

Cost of construction synagogue NOV16
Renewal of the synagogue

Nach der großen Unterstützung in den ersten Jahren von einem Man wie Vladimir Katsman, haben sich viele weitere Geschäftsleute aus der Region angeschlossen und zusammen mit Menschen, die von einem bescheidenen Gehalt oder einer kleinen Rente leben müssen, viel gegeben. Ein Beispiel: Ein Mitglied der Gemeinde, ein Veteran, der den Holocaust und den Krieg überlebte und jetzt, trotz seines Alters und seines einzigen Einkommens, einer bescheidenen Rente, alle seine Ersparnisse für Türen und deren Installation im Gebäude spendete. Dies waren fast eine Million Rubel.

Viel wurde bereits erreicht, aber es gibt noch viel zu tun.

Wir zitieren den Aufruf der Stiftung zur Erneuerung der Neuen Koenigsberger Synagoge:
„Liebe Wohltäter!
Die Gläubigen haben die Errichtung eines Gebetshaus immer für eine große Tugend und eine Herzensangelegenheit angesehen. Die Synagoge wurde immer von der ganzen Welt geschaffen.
Für diese heilige Tat wurden die letzten Pfennige der Witwen und die großzügigen Spenden der reichen Leute gegeben.
Wir erinnern daran, dass die Synagoge immer deren Baumeister, Wohltäter und Spender im Gebet gedenkt und ehrt.
Gott segne Dein Zuhause, Deine Familie und gebe Dir Frieden! „

Was bisher geschah:

8. Nov 2018

ribbonClick Feierliche Eröffnung der Synagoge, 80 Jahre nach ihrer Zerstörung.

19. Feb 2018

Construction Synagogue Kaliningrad

Nov-Dez 2017

Ausstellung zu dem Thema „Königsberger Juden um die Wende zum 20. Jahrhundert“, die im Kaliningrader Museum für Kunst und Geschichte gezeigt wurde. Bilder und Dokumente über die jüdischen Bürger aus der Zeit der erstmaligen Synagogeneröffnung  1896.

Frühj.– Sommer 2017

Plitman, Leonid

Gründung des Stiftungsrates der Synagogenstiftung.  Bild: Leonid Plitman, Vorsitzender des Stiftungsrates.

 

Dezember 2016

Bereitstellung eines Grundstücks zum Zweck der Fertigstellung des Baus des unfertigen Objekts. (Die Synagoge und das Gemeindezentrum). Das erwähnte Grundstück wird später der Kaliningrader Synagogenbaustiftung untervergeben, einer gemeinnützigen Organisation, die den Bau der Anlage finanziert und auch die Bauqualität und die Fertigstellungstermine kontrolliert.

 

Dezember 2016

Registrierung für Eigentumsrechte an dem Rohbau.

Oktober –Dezember 2016

orphanage

Das Gebäude des ehem. Jüdischen Waisenhauses neben der Synagoge erhält den Status eines Kulturgutes.

 

1. Juni 2016

Unterzeichnung der Erklärung über Kooperation und Austausch zum Zwecke des Projektes des Baus einer Synagoge und eines Gemeindezentrum.

September 2015

Kontaktaufnahme zwischen dem Verein Juden in Ostpreussen e.V. und der Stiftung zur Bau einer Synagoge in Kaliningrad zwecks Austauschs über  .

1. Juni 2015

Erteilung der Baugenehmigung

 

Dezember 2014

Gerichtliche Entscheidung für die Genehmigung des Beginns der Bauarbeiten an dem Hauptgebäude.

 

13. März 2014

Genehmigung des Bebauungsplans für den Bau der Synagoge.

 

2012

Phasenplan für das Bauprojekt.

 

August 2012

Eine gerichtliche Entscheidung, das Zelt des Yantar Zirkus zu verlegen.

 

16. Oktober 2011

Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Königsberger Synagoge.

 

 

Juni 2011

Gründung der Stiftung für den Synagogenbau in Kaliningrad, einer gemeinnützigen Organisation.  Bild: Vladimir Leonidovich Katsman, der Hauptunterstützer der Stiftung. 

März 2011

Die Stadtverwaltung von Kaliningrad stellt der Jüdischen Gemeinde Kaliningrad, einer religiösen Organisation, ein Grundstück in der Oktjabrskaja-Straße im Moskovsky Bezirk Kaliningrad für die entgeltfreie  befristete Nutzung (für 5 Jahre) zur Verfügung, mit der Auflage zum Beginn der Errichtung eines Synagogengebäudes.

 

Menü schließen